Rom Umgebung: Tivoli

Rom Hotel degli Imperatori

Die Stadt Tivoli, antiker lateinische Name Tibur, scheint noch antiker als Rom zu sein.
Die ersten Siedlungen entstanden auf der linken Uferseite des Aniene: die günstige Lage an der Furt erlaubte den Schaftrieb zwischen dem Tiber und den Abruzzen über die via Valeria. In diesem Gebiet sind zuerst die Akropolen und andere antike Gebäude entstanden.
Tivoli und das gesamte umliegende Gebiet waren schon immer durch ein sehr günstiges Klima und reiches Wasservorkommen gekennzeichnet. Diese Faktoren erlaubten während der verschiedenen geschichtlichen Epochen den Bau großer architektonischer Strukturen.
Das antike Tibur war stets ein Treffpunkt für Sabiner und Latiner, die sich hier zum Zwecke des Handels trafen. Als Tivoli im ersten Jahrhundert vor Christus römisches Munizipium wurde, wurden hier zahlreiche Villen für vermögende römischer Bürger erbaut.
Die bekanntesten Villen sind: Villa Adriana aus römischer Epoche, die Villa d'Este aus dem 15. Jahrhundert und die Villa Gregoriana aus dem 18. Jahrhundert. Bis ins Hochmittelalter konnte die Stadt ihre politische Autonomie gut bewahren; um ca. 1200 wurde Tivoli in vier Gebiete geteilt: Castrovetere, San Paolo, Santa Croce und Trevio.
Im Jahre 1461 wurde die "Rocca Pia" unter Papst Pius II errichtet, um die Macht der Kirche zu stärken: dabei handelt es sich um eine Festung in quadratischer Form mit vier Ecktürmen.
In der Barockzeit (1635-40) wurden die zwei größten Kirchen der Stadt Tivoli erbaut: die Kathedrale San Lorenzo und die Jesus-Kirche (Chiesa di Gesù), die durch die Bombardierungen im Mai 1944 völlig zerstört wurde.
1826 hat das Hochwasser des Flusses Aniene den Großteil des bewohnten Gebiets in Tivoli zerstört; nach diesem Ereignis wurde eine Umleitung des Flusses beschlossen, welche in großartiger Arbeit bewerkstelligt wurde.
Es wurden zwei Kanäle unter dem Monte Catillo errichtet, die weiter zu einem großen Wasserfall mit einer Höhe von 100 m verliefen. Der Wasserstrom mündete schließlich im Abgrund der Villa Gregoriana.
Ebenso in dieser Zeit wurde die Piazza Rivarola hergerichtet und die Brücke "Ponte Gregoriano" erbaut, deren Name auf Papst Gregor zurückgeht: dieser hatte die Arbeiten am Fluss initiiert.

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